Psychologie und Trading

29 9 2014 - 1 kommentar
ProRealTime

Das Trading ist vor allem eine psychologische Angelegenheit

Es ist voll und ganz möglich, seine Emotionen für den Börsenhandel zu kontrollieren, und ich habe bereits auf die Tatsache hingewiesen, dass ein guter Trader eine ruhige, dem Zen zugewandte Person ist. Sind Sie daher bereit, ein guter Trader zu sein?

Wenn Sie durch Ihr Trading zu aufgeregt sind oder eine Dosis Adrenalin suchen, dann werden Sie viel schlechter handeln, weniger wachsam sein und der erste Börseneinsturz lässt Sie und Ihr Portemonnaie einsinken. Die Kontrolle und Kanalisierung seiner Emotionen hat jedoch ihren Preis, das Trading ist nicht unbedingt „unterhaltsam“).

Wie kann man seine Emotionen für das Trading kontrollieren?

Es hat mich 12 Jahre gekostet, um dort anzukommen, um eine Trading-Art zu finden, die bei mir überhaupt keine extremen Empfindungen mehr erzeugt (dies soll nicht heißen, dass ich keine Gefühle habe – ich bin ein menschliches Wesen –, aber es sind nicht mehr diese Emotionen, diese Suche nach dem Adrenalinschub, der unbewusst oder bewusst mein Trading lenkt).

Deshalb betreibe ich Scalping: Dauer der Transaktionen weniger als 30 Sekunden, maximaler Verlust 100 EUR. Dies erzeugt mir nicht viel Stress, er repräsentiert 0.x % meines Kapitals. Die Anzahl der Trades pro Tag liegt zwischen 30 und xxx. Aus diesem Grunde ist das Traden monoton, mit dem ich mich langweile (aber genau deshalb bin ich effizient, das Traden verschafft mir kein Vergnügen oder Missvergnügen, ich suche einfach die Effizienz und schreibe nebenbei Blogs, um gegen die Langeweile zu kämpfen). Am Ende des Tages ermittle ich, wieviele Verlusttransaktionen ich hatte. Sie geraten bei der Konzentration für den nächsten Trade in Vergessenheit, der schon in der nächsten Minute ankommen kann.

Kurzum, ich habe begonnen, Geld an der Börse zu gewinnen, als es für mich kein Spiel mehr war, ich nicht mehr meine Dosis Adrenalin suchte und realisiert hatte, warum ich an der Börse handeln will (und nicht nur einfach Geld zu verdienen). Jetzt langweile ich mich an der Börse, ich habe ein System gefunden, um meinen psychologischen Schwächen entgegen zu treten: ein Trading, das meiner psychologischen Veranlagung entspricht; z.B. hindert mich die Monotonie des Scalping daran, meine Verluste einzuschätzen, da die Gewinne und Verluste im Bereich der Nicht-Emotion liegen (100 EUR)…

Ich erlebte oft, dass ich auf den Börsenforen „angegriffen“ wurde: „Du verdienst 10 EUR, das ist nichts, du bist eine Null, ich verdiene 1000 EUR etc.“. In Wirklichkeit entfaltet der Scalper ein Trading ohne Emotion, das sich monoton und langweilig abspielt, aber effizient ist. Dies stört, da es unbewusst den Leuten auffallen muss, die hauptsächlich traden, um Ihre Emotionen aufleben zu lassen, um sich lebendig zu fühlen (es spielt dann kaum eine Rolle, ob man gewinnt; ein Gewinn lässt starke Empfindungen aufleben, ein Verlust die Langeweile, aber wenn man diese Emotionen fühlt, dann ist man lebendig) und nicht, um auf Kosten der Langeweile Geld zu verdienen, um wenigstens das triste tägliche Einerlei aufzuhellen.

Als ich mich dem Swing Trading hingab, indem ich die Hebel einsetzte, wie ich dies einst vermochte … da war sicher, dass ich nicht schlafen konnte, dass ich mich durch all die Emotionen leiten ließ, die ich wiederempfand, und am Ende den „Tilt“ riskierte. Ich habe danach wie alle Spieler abgeschlossen, ich habe alles verloren, aber letztendlich war genau dies in Ordnung (die eigenen Emotionen), und (nur) deshalb will sich der Spieler „erholen“.

Kurzum, ein guter Trader folgt der Maxime des Sokrates: „Erkenne dich selbst“, um ein guter Trader zu sein).

Das Adrenalin ist mit dem Trading nicht verknüpft

Schließlich ist das Adrenalin nicht mit dem Trading verbunden, sondern mit der persönlichen Vorstellung von Geld, des Verlusts, der Risikofreudigkeit … Wenn ich 100 EUR gewinne oder 100 EUR verliere, dies ändert in meinem Leben gar nichts. Ich akzeptiere, zu verlieren oder zu gewinnen, dies verschafft mir weder Freude noch Traurigkeit. Wenn ich dies verspüren will, gehe ich ins Kasino, oder ich spiele Online-Poker mit sehr bescheidenen Summen).

Aus diesem Grund ist das Trading vor allem psychologisch, und die hauptsächliche Aufgabe besteht darin, an sich und seinem Ich zu arbeiten, z.B. eine Psychoanalyse durchzuführen, um viele Dinge über sich zu verstehen, das Geld, den Verlust, den Namen des Vaters, sein Über-Ich lenken, das sich beim Trading einschaltet…

Einverstanden, dies ist ein wenig extrem, aber ich kann Ihnen versichern, dass es bestimmte Personen gibt, die Geld an der Börse verlieren wollen, um einen Grund zu haben, sich beklagen und sagen zu können, dass andere Personen schlecht sind, wenn sie Geld an der Börse gewinnen… so gibt es immer einen Grund. Ich bin immer überrascht, selbst wenn ich nicht weiß warum, das Vergnügen von Leuten zu erleben, die im Nachhinein über ihre Verluste an der Börse erzählen, z.B. bei einem Crash. Mit der Tatsache, noch da zu sein, überlebt zu haben … kommt eine bestimmte Freude auf. Zweifeln Sie nicht daran, sie haben dem Tod die Stirn gewiesen, sie haben überlebt, sie sind lebendig… und ein Gewinn verleiht niemals dieses Gefühl… über den Tod triumphiert zu haben, die einzige reale Angst, die wir besitzen und jeden Tag bekämpfen. Dies ist auch der Grund, warum 90% der Trader verlieren… aber dies führt auf Abwege, um einen Blog über Psychoanalyse zu füllen und nicht über das Trading).

Trading ist eine Abhängigkeit wie jede andere

Trading kann eine Abhängigkeit sein wie das Kasinospiel etc. Ich kannte einen Trader (es handelt sich nicht um mich), der sich mit seinen Verlusten beim Trading bestrafte. Er suchte unbewusst danach, Geld zu verlieren, da er sich psychologisch langweilte, und es genau dies war, was er suchte (wie oft ein Alkoholiker, ein Drogenabhänger, etc.). Es gibt immer einen unbewussten oder bewussten Grund, der einen Trunksüchtigen dazu treibt zu trinken, einen Drogenabhängigen, sich einen Schuss zu setzen und einen Trader davon abhält, seine Verluste trotz seines Trading-Plans nicht hinzunehmen… An der Börse zu handeln genießt ein höheres soziales Ansehen als die Drogenabhängigkeit, aber die Ursache für die Abhängigkeit ist dieselbe. An dieser Stelle muss die Arbeit ansetzen, welche das Warum zu ergründen sucht.

Es gibt bestimmte leidenschaftliche und für das große Publikum zugängliche Bücher über die Passion des Spielers; über die Tatsache, dass der Spieler im Kasino, der mehrfach gewinnt, nicht aufhört zu spielen, obgleich er sehr wohl weiß, dass er verlieren wird…vertauschen Sie den Kasinospieler mit dem Trader, und sie erhalten ein Buch über das Trading. Sie suchen nach denselben Emotionen, sie spielen aus denselben Gründen… all dies hat denselben psychologischen Antrieb.

Mit anderen Worten, ein Trader zu werden, dies bedeutet zu entdecken, was tief unten in Ihnen enthalten ist und den Versuch zu unternehmen, es zu kanalisieren… die Methoden für das Trading nehmen aber nie auf die Psychologie des Traders Rücksicht. Tatsächlich müsste man ein Buch für jeden Trader schreiben… Aus diesem Grund sage ich häufig: „Es gibt keine Trading-Methode, es gibt eine Methode je nach Trader, angepasst an seine Psychologie…“ Kurz und gut, schreiben Sie Ihr eigenes Buch zum Trading.

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1 kommentar pour Psychologie und Trading

  1. elias bauer sagt:

    sehe ich genauso, trading ist 90% Kopfsache! wer nur nach plan und Strategie handelt wird auch nicht erfolgreich, immer den Kopf mitnehmen;) super geschrieben, top Artikel.

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