Vergleich von CFDs mit Futures für das Scalping und das Day Trading

29 9 2014 - Kein kommentar
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Als Anhänger des Scalping und Daytrading im Handel mit Futures habe ich seit 2004 jedes Jahr Zehntausende von Kontrakten auf Index Futures im CAC 40 (FCE) gehandelt, nebenbei auch amerikanische E-Mini Futures wie Dow Jones 30 (YM), Nasdaq 100 (NQ) und Future S&P 500 (ES).

Seit 2011 habe ich mich jedoch nach und nach beim Scalping und Daytrading mit CFDs auf den Dax 30 und Dow Jones 30 verlegt, um schließlich das Trading mit Futures vollkommen aufzugeben. Ich finde die CFDs für den intensiven Scalper und Daytrader unendlich effizienter, da CFDs nahezu alle Mängel der Futures beim Scalping und Daytrading beseitigen … mit einem Wort, CFDs sind der Killer von Futures.

Ich biete Ihnen eine detaillierte Übersicht der Stärken und Schwächen von Futures und CFDs bei Scalping und Daytrading und lasse Sie an meiner Methode teilnehmen. Viele verbreitete Ideen werden umgestürzt, und umsomehr ist der Trader, der sich nicht entwickelt, zum Scheitern verurteilt.

Der Handel mit Futures, das Ziel zu Beginn der Jahre nach 2000

Ein Trader mit Futures zu werden, war mein Lebensziel als junger Trader. Im Jahr 2004, 30 Jahre alt und nach 8 Jahren Trading, erfüllte sich endlich mein Traum, da es mir gelungen war, 25.000 EUR zu gewinnen, die damals erforderliche Summe, um ein Konto auf Futures zu eröffen und mit Futures im Daytrading handeln zu dürfen. In der Tat war der Terminkontrakt in den Jahren nach 2000 das liquideste, preiswerteste Derivatprodukt mit dem besten Image, das alle Konkurrenten, Warrants, Turbos und Optionen bei weitem überragte. Der Futures Trader, dies kam dem Rang einer Aristokratie im Trading gleich, wobei wir nicht nur über die Börsenforen sprechen, vielmehr gab es die Futures Trader und die anderen… Die Futures Trader standen den Händlern der großen Institute gegenüber, sie erlebten, wie die Margen von mehreren Millionen EUR in wenigen Sekunden überschritten wurden … kurzum, der Future Trader vermittelte mir den Eindruck, im Zentrum der Großen angelangt zu sein, die Spitze der Tradingpyramide erreicht zu haben, und dieser Eindruck dauerte bis 2011 an, dem Jahr, in dem ich per Zufall die CFDs entdeckte.

Warum aber 2011 anfangen, mit CFDs zu handeln?

Anfang August 2011 verloren die USA ihr Triple AAA, und infolgedessen entwickelte sich eine Panik auf den Börsenmärkten. Ich handelte danach hauptsächlich mit Futures auf CAC 40 FCE im Scalping auf den europäischen Märkten, und es war unmöglich geworden, mit diesem Instrument zu arbeiten, die Quotierungen lagen praktisch jeden Tag 2 bis 3 Punkte zwischen Angebot und Nachfrage. Zudem waren die Institutionellen verschwunden, und die Auftragsbücher waren hoffnungslos leer. Ich begab mich also daran, noch 5 Positionen FCE zwischen Mittag und 13 Uhr einzulösen, für das beste Angebot gab es nur 5 Positionen über der Linie, und man musste über 6 Minuten abwarten, damit nur eine überschreitet. Ein schreckliche Marter für einen Scalper. Danach brach der Markt brutal zusammen, er ließ mir 4 Positionen unerledigt, und ein schöner Gewinn verwandelte sich in einen großen Verlust. Ich musste mich zu der Überzeugung durchringen, es war unmöglich geworden, mit Kontrakten auf den FCE CAC 40 zu scalpen. Schon seit einigen Jahren hatte ich bemerkt, dass der Publikumsandrang auf diesen Märkten immer mehr zurückging und sich die Quotierungen sowohl bei Kontrakten auf den FCE als auch auf den YM Dow Jones 30 immer mehr annäherten. Ich klammerte mich aber trotzdem daran, was ich am besten konnte, und dies war das Scalping mit Futures.

Danach wies mich ein befreundeter Daytrader auf CFDs hin und erzählte mir, dass manche Broker einen Spread von einem Punkt auf den CAC 40 böten, während ich bei bestimmten Futures im Tagesverlauf das Doppelte, wenn nicht das Dreifache erzielt hatte. Dieser Index erwies sich damit unmöglich für das Scalping, zumindest als sehr schwierig, auf dieser Basis wiederkehrende Gewinne zu erzielen. Gleichwohl war ich wenig überzeugt, umso mehr, als CFDs zum damaligen Zeitpunkt in der Presse eine schlechte Resonanz hatten, da das Produkt in Frankreich angefangen hatte, die Preise zu brechen, z.B. durch Teilung der Brokermargen auf Aktien auf ein Zehntel. Diese haben sich danach in regulärer Form wie Orange verteidigt, als Free die Internetpreise brach, indem es Informationen über die schlechte Qualität der CFD-Broker in Umlauf brachte…. Kurzum, ein wenig negativ beeinflusst, habe ich vorsichtig ein Konto eröffnet, indem ich mir sagte, ich werde provisorisch mit CFDs scalpen und abwarten, bis sich die Auftragsbücher für Futures wieder füllen. Dies entpuppte sich schon nach wenigen Wochen, nach einigen Monaten als die Offenbarung … Alles war verschwunden, was die Ergebnisse bei den Futures zusammenschmolz, und indem ich auf dieselbe Weise handelte, explodierten meine Gewinne… bis zum jetzigen Zeitpunkt, an dem ich mich ganz auf das Scalping und Daytrading mit CFDs konzentriere. Dies war zugleich eine geistige Wandlung, da ich meine Stellung als Futuretrader zu Grabe tragen musste. Welch ein Narzissmus, die Aristokratie des Trading zugunsten einer größeren Effizienz aufgeben und mich von dem üblichen schlechten Ruf befreien, mit dem CFDs behaftet waren. Nichts hat mehr Wert als die persönliche Erfahrung. Mein einziges Bedauern besteht nur darin, dass ich nicht früher auf die CFDs gestoßen bin.

Die Schwächen der Futures beim Scalping und Daytrading

Im Gegensatz zu dem, was man glauben möchte oder noch lesen kann, der Markt für Futures ist nicht mehr so extrem liquide, wie er einmal war. Für das Jahr 2004, als ich das Scalping mit Futures begann, trifft dies zu, aber nach und nach ist er ausgetrocknet … und dies berührt alle Märkte. Ich lokalisiere die Wende ab 2008. Um Ihnen ein Beispiel zu geben, hier ist ein Auftragsbuch des Dax Futures an einem ganz normalen Tag im Jahr 2013:

order book

Beispiel für ein Auftragsbuch für Futures auf den Dax: Quotierungsloch, Schwäche des Auftragsbuchs

Man befindet sich also bei einem Quotierungsloch von 1 Punkt, Bid und Ask berühren sich nicht mehr wie früher, und wenn man z.B. 20 Positionen eingeben will, erhält man 4 Positionen bei 8378,5, 9 Positionen bei 8379 und 7 Positionen bei 8379,5 auf Dax Futures, dem liquidesten Markt in ganz Europa! Mit 20 Positionen auf den Cac 40 FCE würden Sie jetzt das Auftragsbuch aufbrechen, noch vor 10 Jahren ein Unding.

Personen, die behaupten, dass die Futures FCE liquide sind, wie manchmal zu lesen, haben das Auftragsbuch Futures FCE vor 10 Jahren nicht gesehen… Dieses Beispiel ist für den Future YM Dow Jones 30 identisch, der sich mit permanenten Quotierungen von 2-3 Punkten und noch ärmlicheren Auftragsbüchern begnügt.

Dies hat für die Resultate unseres Trading unmittelbare Konsequenzen: Ein Teil der Kauf- oder Verkaufsorder werden bei Futures nicht (mehr) oder nur teilweise ausgeführt, selbst wenn der Kurs erreicht wird. Bei den amerikanischen Futures mit dem Spiel der Algorithmen und den vorrangigen Ordern mit CME-Lizenzen wird man von den professionellen Tradern überholt, das „Spiel“ ist gefälscht, und man wird erst am Ende des Aufragsbuchs bedient … selbst wenn man es weit antizipiert hatte … Sagen wir es ohne beschönigende Worte, bei den amerikanischen Futures sind die Würfel gezinkt, und nicht zu unsren Gunsten…

Die Größen der Positionen bei Futures sind nicht „anpassbar“: man kann Positionen nur mit der Größe 1 eröffnen oder einlösen, dies gilt unveränderlich, und man kann z.B. bei nur einer Position keinen Gewinn oder Verlust auf partielle Weise machen, indem man 0,25 Punkte der Position einlöst und 0,75 aktiv lässt.

Die Kosten sind jetzt oft höher als bei den CFDs: indem man in das Auftragsbuch eingibt oder die Grenzorder erhöht, muss man die Provisionen + gestiegenen Quotierungen bezahlen, die oft über dem Spread der CFDs + Quotierungsschritt liegen, der bei Futures höher liegt…

z.B bei Eingabe von Auftragsbüchern auf Futures Dow Jones muss ich 2 bis 3 Quotierungspunkte + die Provision hin und zurück + den Quotierungsschritt von 1 Punkt bezahlen. Bei CFDs habe ich alles zusammengenommen 1,8 festen Spread auf den Dow Jones mit einem Quotierungsschritt von 0,1…nahezu um das Zweifache preiswerter. Bei CFDs auf den Dax bezahle ich 1 Punkt fester Spread hin und zurück mit einem Quotierungsschritt von 0,1, während ich bei Futures durchschnittlich 1 Punkt Spread + die Provision hin und zurück + den Quotierungsschritt von 0,5 bezahlen muss…

Die Auftragsbücher sind einige Minuten nach der Ankündigung leer, die Spreads sind nicht fest und können explodieren, es ist daher unmöglich, aus- oder einzusteigen, man kann nur warten (und manchmal beten) … da ergibt sich erneut das Problem der Liquidität … nach 18.00h fragt man sich, ob noch ein Future-Trader am Leben ist …

Die Kräfte der CFDs für das Scalping und Daytrading

Im Vergleich mit Futures bieten die CFDs eine ABSOLUTE Liquidität, es reicht aus, dass der Kurs berührt wird, damit Sie bedient werden, die Anzahl der Positionen spielt keine Rolle. Dies ist für Scalper und Daytrader vollkommen revolutionär, wir haben nie mehr teilweise ausgeführte Order, und kein Problem mehr mit der Anhäufung von Ordern in einem Auftragsbuch. Die CFDs haben die Auftragsbücher beseitigt, der CFD-Broker garantiert die Liquidität, und dies ist sein Problem, nicht das unsrige. Wenn Sie damit rechnen konnten, dass 5% bis 20% Ihrer Trades mit Futurekontrakten nicht durchlaufen oder nur partiell ausgeführt werden, obgleich die Kurse berührt werden, dann wissen Sie jetzt, das 100 % Ihrer Order vollkommen ausgeführt werden…

Infolgedessen habe ich keinen Skrupel, eine Position je nach Uhrzeit zu eröffnen, ich weiß, dass ich aussteigen kann, wann ich will, mit einem Spread, der nicht vor der Ankündigung explodiert… Manche CFD-Broker garantieren den Spread, man spricht in diesem Fall von einem garantierten Spread. Dies bedeutet, dass selbst vor oder nach einer Ankündigung der Spread bei 1 bleibt, während er bei Futures von 1 bis 5, ja sogar darüber reicht.

Bei dem obigen Beispiel hat der Dax einen festen Spread von 1 Punkt auf CFDs, was bedeutet, dass Ihre 20 Positionen, Ihre gesamten XX Positionen durchgehend bei einem Punktestand von 8378,5 ausgeführt werden. Kein Sorge mehr mit den Auftragsbüchern, der Position im Auftragsbuch, partiell ausgeführten Ordern, Slippage oder nie ausgeführten Ordern, selbst wenn der Kurs berührt wurde. Dies ändert das Leben eines Scalpers vollkommen!!! Bei diesem Exempel beträgt die Ersparnis 287,5 EUR, 11,5 Punkte. Und Sie müssen bei den Futures zusätzlich die Provision hin und zurück bezahlen … und besitzen keine Garantie bezüglich der Möglichkeit, bei einem festen Preis von 20 Positionen auszusteigen…

Die Größe der Positionen sind bei CFDs anpassbar, Sie können 1,17 Position kaufen und davon partiell 0,45 je nach Wunsch verkaufen. Man kann die Größe, wenn man dies wünscht, bis auf 0,01 Punkte anpassen…

Der Quotierungsschritt, bei dem es sich um einen versteckten Spread handelt, beträgt z.B. 0,5 Punkt bei Futures auf den Dax 30 und den Cac 40. Bei CFDs beträgt er bei bestimmten Brokern 0,1. Sie können im Rahmen des Spread auf Futures kaufen oder verkaufen. Um ein- oder auszusteigen, beträgt dieser z.B. 9000 oder 9000,50. Bei CFDs können Sie bei 9000 9000,1 9000,2 9000,3 9000,4 9000,5 ein- oder aussteigen… dies ergibt stets gleichermaßen geringere Kosten. Um Geld zu gewinnen oder pari auszusteigen, muss der Kurs nicht um 0,5 abweichen, 0,1 ist ausreichend.

Es gibt noch andere Vorteile wie die gegenüber Futures breiteren Geschäftszeiten, die Möglichkeit, aggressiver vorzugehen … dies darzulegen, dauert jetzt aber zu lange.

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