Die erfolgreichsten Trader in der Geschichte der Finanzwelt

8 12 2016 - Kein kommentar
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Wer sind die besten Trader, die es je gegeben hat?

Der Beruf des Traders sorgt seit jeher für Gesprächsstoff in der Bevölkerung. Es wird über sie hergezogen, sie werden wegen ihrer Erfolge beneidet und stehen seit der Finanzkrise 2007 und deren Folgen für die Realwirtschaft nicht gerade im Ruf der Heiligkeit. Über den Beruf des Traders wurde schon alles Mögliche berichtet. So wurden sie für jeden Missstand unserer Wirtschaft verantwortlich gemacht. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass Trader eine wichtige Funktion erfüllen. Sie sorgen für das reibungslose Funktionieren unserer Wirtschaft.

Der Finanzmarkt besteht aus sehr komplexen Berufen, die man erst einmal verstehen sollte, bevor man Trader kritisiert. Mangelnde Kenntnis ist die Hauptursache für die massive, aber ungerechtfertigte Kritik an den Finanzmarktakteuren.

Die erfolgreichsten Trader in der Geschichte der Finanzwelt

Die erfolgreichsten Trader in der Geschichte der Finanzwelt

Einer der umstrittensten Gesichtspunkte ist meiner Meinung nach das Gehalt der erfolgreichsten Trader. Da ihr jährlicher Bonus im Verhältnis zu ihrem monatlichen Gewinn berechnet wird, ergeben sich schon mal aberwitzige Summen, was mitunter dazu führt, dass Trader unnötige Risiken eingehen, da sie letztlich nicht viel zu verlieren haben. Im schlimmsten Fall werden sie entlassen und bekommen Arbeitslosengeld. Man darf nicht vergessen, dass Trader in den Banken nur einfache Angestellte sind – im Gegensatz zu selbstständigen Tradern, die auf eigene Rechnung arbeiten.

Das durchschnittliche Jahresgehalt eines Traders beträgt 297.000 € pro Jahr, wobei die „weniger talentierten“ Trader nicht mehr als 30.000 € verdienen und die „Götter“ der Finanzwelt Rekordboni erzielen können. Es folgt eine Übersicht der 12 erfolgreichsten Trader mit den höchsten Boni:

I. Warren Buffet

Warren Buffet: Das Orakel von Omaha

Der in Omaha (Nebraska) geborene Warren ist der Sohn eines Kongressabgeordneten und Börsenhändlers. Er interessiert sich schon in jungen Jahren für Finanzen und absolviert ein Studium an der Universität von Columbia. Dank seines besonderen Talents erzielt er mit den Portfolios, die von Verwandten und Angehörigen gefüllt werden, für die damalige Zeit außergewöhnliche Gewinne (+30%). Aufgrund seiner hervorragenden Ergebnisse überzeugt Warren Buffet andere Anleger, ihm Mittel für Investitionen an der Börse anzuvertrauen: Im Jahr 1960 managt er bereits 7 Investmentfonds. Nach einer kräftigen Wertsteigerung seines Portfolios im Jahr 1962 bündelt er seine 7 Fonds in der Buffet Partnership Limited. 1965 übernimmt er die Kontrolle von Berkshire Hathaway, die anschließend sein wichtigster Investmentfonds wird. Die bisher erfolgreichsten Investitionen von Warren Buffet:

  • Dempster: Mühlenbetrieb (1961/1963)
  • American Express (1964/1967)
  • Berkshire Hathaway
  • National Indemnity
  • The Washington Post
  • Nebraska Furniture Mart
  • Coca-Cola

Seine Strategie ist einfach: Er investiert nur in Unternehmen, die zu niedrig bewertet sind und ein erhebliches langfristiges Wachstumspotenzial aufweisen. Dabei beschränkt er sich auf Unternehmen, die er genau kennt (er meidet daher Hightech-Unternehmen). Buffet verfolgt eine langfristige Strategie; daher nahm er in den Jahren 1974, 1987 und 2009 (durch die 2007 entstandene Subprime-Krise) erhebliche Verluste in Kauf. Seine ausgeklügelten Anlagen lohnen sich aber langfristig, da seine Performance diejenige von Indizes wie den Dow Jones oder den S&P 500 seit... über vierzig Jahren übertrifft!

Warren Buffet gilt als der beste Trader aller Zeiten.

Sein Investmentfonds Berkshire Hathaway verwaltet insgesamt 427 Milliarden Dollar und sein Privatvermögen wird auf 53,5 Milliarden Dollar geschätzt.

II. George Soros

George Soros: Der Mann, der die Bank von England knackte

George Soros kam 1930 in Budapest als Sohn eines Schriftstellers zur Welt. 1947 wanderte er nach England aus, um an der London School of Economics Philosophie zu studieren. Nach seinem Studium arbeitet er als Makler in der Londoner City und wechselt schon kurz darauf an die Wall Street, „um so viel Geld zu verdienen“, dass er „für den Rest des Lebens als Philosoph oder Schriftsteller arbeiten“ kann. Das Schicksal nahm für George Soros jedoch einen anderen Lauf: Nach seinen Erfolgen an den US-Börsen gründet er seinen eigenen Investmentfonds – Soros Fund Management. Mit seinem Fonds spekuliert Soros auf das Platzen der Finanzblase. Er wettet gegen japanische Aktien (aber nicht zu früh, um wirklich Geld zu verdienen). Mitten in der britischen Rezession 1992 setzt er 10 Milliarden Pfund auf die Abwertung der britischen Währung, die dadurch so stark unter Druck gerät, dass deren Kurs einbricht und sie aus dem Europäischen Währungssystem ausscheidet. Seitdem ist Soros als „Mann, der die Bank von England knackte“, bekannt. Mit dieser Transaktion allein verdient er 1,8 Milliarden Dollar. Sein Fonds wettet weiter auf den Zusammenbruch anderer Währungen, insbesondere des Französischen Franc (womit er nicht recht behalten sollte).

Soros Fund Management verwaltet mittlerweile über 28 Milliarden Dollar und das Privatvermögen von George Soros wird auf 19,2 Milliarden Dollar geschätzt.

III. James Simons

James Simons: der Finanzmathematiker

James Simons zählt zu den Pionieren der Finanzmathematik. Im Jahr 1980 gründet er einen Investmentfonds, dessen Grundlage mathematische Modelle sind. Im Jahr 2007 sah er außerdem die Subprime-Krise vorher und shortete mit Blick auf einen Kursrückgang. Der leidenschaftliche Mathematiker stiftet noch heute einen Teil seines Gewinns für mathematische Forschung.

Sein Vermögen wird auf 11,7 Milliarden Dollar geschätzt. Inzwischen befindet sich Simons im Ruhestand und gab die Leitung seines Hedgefonds „Renaissance Technologies“ ab.

 IV. John Paulson

John Paulson: Der Mann, der die Subprime-Krise vorhersagte

In der Rangfolge der monatlichen News in New York wird James Paulson unter anderem als „Subprime-Krösus“ bezeichnet. Er gründete den Hedgefonds Paulson & Co. Das Trading-Genie sagte die Subprime-Krise 2007 voraus. Mit den meisten seiner Hedgefonds wickelte er massive Leerverkäufe ab. Bei manchen dieser Fonds vervielfachte er das Kapital um 2500 %! Im Jahr 2007 verdiente er mit dieser Methode 3 Milliarden Dollar und leistet sich heute sogar Alan Greenspan als Berater eines seiner Fonds.

John Paulson wurde zwar durch seine Prognosen und Spekulationen auf den Zusammenbruch des Subprime-Marktes bekannt, aber mit seinen Fonds investierte er auch in Industrie und Landwirtschaft (3,7 Milliarden Dollar Bonus im Jahr 2007).

Sein Privatvermögen wird auf 11,2 Milliarden Dollar geschätzt. Seine Fonds verwalten Aktiva von insgesamt 35 Milliarden Dollar.

V. Steven Cohen

Steven Cohen: der Hedgefonds-König

Steven Cohen ist ein amerikanischer Trader, der mit Leerverkäufen bei Aktien reich wurde. Der Sohn eines Schneiders und einer Klavierlehrerin wuchs in bescheidenen Verhältnissen in Long Island auf. Er ist jüdischer Abstammung und schließt sich Zeta Beta Tau, der ersten jüdischen Bruderschaft der USA, an. Als Makler für das Unternehmen Gruntal & Co. baut er sich ein Vermögen auf. Daraufhin gründet er mit „nur“ 20 Millionen Dollar seinen eigenen Investmentfonds. Er ist auch unter dem Namen „Mr. 100.000 Dollar“ bekannt, da dies seinem durchschnittlichen Tagesgewinn bei Gruntal & Co. entsprach. Durch den Leerverkauf von Aktien sichert er den Erfolg des Fonds, der derzeit ein Vermögen von 14 Milliarden Dollar verwaltet.

Sein Privatvermögen wird auf 9,3 Milliarden Dollar geschätzt.

VI. Paul Tudor Jones

Paul Tudor Jones: Der „Robin Wood“ von New York

Seine Karriere begann Paul Tudor als Trader für E. F. Hutton & Co. Anschließend bewarb er sich um ein finanzwissenschaftliches Studium in Harvard. Nach seiner Zulassung in Harvard änderte er seine Meinung, um seine berufliche Ausbildung direkt an den Finanzmärkten durchzuführen. Dabei spezialisierte er sich auf den Markt für Baumwoll-Futures. Im Jahr 1980 gründet er die Tudor Investment Corporation. Wirklich reich wurde er 1987, als er den Schwaren Montag voraussagte und massiv shortete. Gerüchten zufolge hat er sein Kapital in jener Woche verdreifacht.

Sein Investmentfonds verwaltet mittlerweile fast 20 Milliarden Dollar und sein Privatvermögen wird auf 3,6 Milliarden Dollar geschätzt.

VII. Kenneth Griffin

Kenneth C. Griffin

Kenneth Griffin studierte in Harvard, wo er seine Leidenschaft für den Finanzmarkt entwickelte. Von seinem Studentenzimmer aus leitete er zwei Investmentfonds, darunter einen, der aus Mitteln seiner Großmutter finanziert wurde. Er ließ sich sogar eine Satellitenverbindung in sein Zimmer in Harvard legen, um das Börsengeschehen verfolgen zu können. Aufgrund seiner hervorragenden Ergebnisse wurde er vom Glenwood Capital Fonds engagiert, der ihm nach seinem Harvard-Abschluss 1989 ein Vermögen von 1 Million Dollar anvertraute. Innerhalb eines Jahres soll der Fonds mehr als 70 % Zugewinn gemacht haben. Bereits 1990 gründet Ken Griffin seinen eigenen Fonds: Citadel LLC, mit einem Kapital von „nur“ 4,2 Millionen Dollar. Sein Fonds ist der erste, der Schulden verbrieft, wodurch Ken Griffin zu einem gefürchteten Mann an der Wall Street wird. Genauso wie Chris Hohn und Steven Cohen ist er äußerst diskret und medienscheu.

Sein Privatvermögen wird auf 3 Milliarden Dollar geschätzt und sein Fonds Citadel LLC verwaltet derzeit ungefähr 14 Milliarden Dollar.

VIII. Philip Falcone

Philip Falcone: Der Eishockeyspieler von New York

Der ehemalige Eishockeystar in Harvard Phil Falcone ist einer der talentiertesten Trader unserer Zeit: Seit mittlerweile 10 Jahren zählt er weltweit zu den 100 erfolgreichsten seiner Zunft. Er erzielt somit seit 10 Jahren konstante Ergebnisse. Nach einer Tätigkeit in führender Position bei Barclays gründet er mit „nur“ 25 Millionen Dollar seinen eigenen Investmentfonds. Durch Wetten gegen die Subprimes verdient er schnell ein Vermögen, wobei er 2007 ca. 1,5 bis 2 Milliarden Dollar einkassiert. Seine Spezialität sind Übernahmen oder Investitionen in Unternehmen mit finanziellen Schwierigkeiten.

Sein derzeitiges Privatvermögen wird auf 1,2 Milliarden Dollar geschätzt.

IX. Noam Gottesman

Noam Gottesman

Noam Gottesman ist Sohn des jüdischen Kunstsammlers Dov Gottesman. Seine Karriere begann er als Trader für Goldman Sachs. Der nächste Schritt war die Gründung von GLG Partners zusammen mit dem Belgier Pierre Lagrange. Es ist der erste reine Hedgefonds an der Wall Street. Der Fonds erleidet zahlreiche Rückschläge und gerät immer wieder wegen vermeintlicher Insidergeschäfte in die Schlagzeilen, wird aber jedes Mal entlastet. Im Jahr 2010 wird der Fonds von der Man Group plc aufgekauft. Die Fondsgründer erhalten dafür 1,6 Milliarden Dollar.

Der Fonds GLG Partners verwaltet derzeit 26,2 Milliarden Dollar, und das Vermögen von Noam Gottesman beläuft sich schätzungsweise auf 1,6 Milliarden Dollar.

X. Alan Howard

Alan Howard ist Mitbegründer des schweizerischen Fonds Brevan Howard. Da Alan Howard als besonders diskret und prozesswütig in Bezug auf die Enthüllung von Informationen über sein Privatleben gilt, ist über seinen Werdegang kaum etwas bekannt. Er studierte am renommierten Imperial College London.

Sein Investmentfonds verwaltet derzeit Aktiva im Wert von 26 Milliarden Dollar und sein Privatvermögen wird auf 1,6 Milliarden Dollar geschätzt.

XI. Pierre Lagrange

Pierre Lagrange: der reichste belgische Trader

Der Belgier Pierre Lagrange absolvierte sein Studium an der Solvay Brussels School of Economics and Management. Er arbeitete als Trader für JP Morgan und Goldman Sachs, bevor er mit Noam Gottesman den Investmentfonds GLG Partners gründete. Seitdem wohnt er in London. Die Scheidung von seiner Frau Catherine Anspach war mit 160 Millionen £ die teuerste Englands.

Der Fonds GLG Partners verwaltet derzeit 26,2 Milliarden Dollar, und das Vermögen von Pierre Lagrange (nach seiner Scheidung) wird auf 300 Millionen Pfund geschätzt.

XII. Christopher Cooper Hohn

Chris Hohn: der Philanthrop oder die Heuschrecke (auf dem deutschen Markt)

Chris Hohn ist Fondsmanager und Philanthrop. Er stammt aus bescheidenen Verhältnissen, absolvierte ein Studium an der Harvard-Universität, das er als Baker Scholar abschloss, d. h. unter den 5 % der besten Studenten. Als einer von wenigen Tradern an der Wall Street führt Hohn mit seiner Frau Jamie Cooper ein bescheidenes Leben. Er übt offene Kritik an den Boni für Trader, die er für besonders beschämend hält. Der von ihm geleitete Fonds TCI (The Children's Investment Fund) überweist einen Teil seines Gewinns an karitative Einrichtungen, die sich für die Überwindung von Armut und Krankheiten in der Dritten Welt einsetzen. TCI zählt zudem zu den 30 größten Wohlfahrtsverbänden Englands und engagiert sich insbesondere für die Aids-Bekämpfung in der Dritten Welt.

Sein Investmentfonds verwaltet derzeit noch ca. 18 Milliarden Dollar; sein Privatvermögen ist aber relativ gering, da er den größten Teil wohltätigen Zwecken spendet.

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