Märkte in der Pause: Warum diese Woche Vorsicht und Disziplin dominieren
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Märkte in der Pause: Warum diese Woche Vorsicht und Disziplin dominieren
Hallo zusammen. Ich freue mich, euch wiederzusehen, um in diesem Good Morning Trading Bilanz zu ziehen. Man spürt deutlich, dass die Investoren diese Woche auf die Bremse treten. Im Grunde genommen haben wir uns auf den meisten weltweiten Indizes in eine "Range" begeben. Warum dieses Zögern? Ganz einfach: Die Agenda ist extrem voll und niemand will vor den großen Ankündigungen unüberlegte Risiken eingehen. Ich werde euch das alles im Detail erklären und vor allem, warum es manchmal die beste Entscheidung ist, nicht zu traden.
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Eine makroökonomische Agenda unter Hochspannung
Diese Woche gibt es zwei wichtige Ereignisse, die alle zur Vorsicht mahnen. Es ist ein bisschen so, als würde der Markt den Atem anhalten.
Zuerst erwarten wir den Arbeitsmarktbericht in den USA diesen Mittwoch. Er kommt wegen administrativer Änderungen mit etwas Verspätung, ist aber entscheidend. Dann, am Freitag, ist der Verbraucherpreisindex (die Inflation) an der Reihe.
Diese beiden Zahlen werden den Marktteilnehmern helfen, das Tempo der Zinsanpassungen der Federal Reserve zu antizipieren. Wenn man dazu noch ein Jahr nimmt, das durch die zukünftige Ernennung eines neuen Präsidenten bei der Fed geprägt ist, wenn das Mandat von Jérôme Powell endet, versteht man, warum die Stimmung so ernst ist.
KI und das Warten auf den Titanen Nvidia
Jenseits der Makroökonomie ist der Tech-Sektor nervös. Wir haben all diese Ängste im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz, die den Nasdaq für ein paar Tage abstürzen lassen können, bevor er versucht, wieder zu steigen, oft ohne große Energie.
Eigentlich haben wir wieder eine Münze in den Flipper geworfen: Alle warten auf den 25. Feb. Das ist das Datum der Ergebnisse des Riesen Nvidia. Solange wir diese Zahlen und die Aussichten für die nächsten drei Monate nicht haben, bleibt der Markt angespannt und unruhig. Achtung also, man kann an einem Tag 2 oder 3 % im Nasdaq gewinnen und am nächsten alles verlieren.
Update zu den Indizes: Rekorde und Decken
Trotz dieser abwartenden Stimmung bleiben die technischen Konfigurationen interessant:
- Dow Jones: Er ist der Solideste. Er schloss über 50.000 Punkten und schlug damit erneut seinen historischen Rekord. Das ist ein extrem positives Signal, solange wir dieses symbolische Niveau halten.
- S&P 500: Er legt etwas zu, hat aber Mühe mit der Marke von 7.000 Punkten. Das ist ein doppelter Widerstand (mit seinem "monatlichen Middle R1"). Er wird eine gute Nachricht brauchen, vielleicht vom Arbeitsmarkt oder der Inflation, um diese Decke in eine Unterstützung zu verwandeln.
- Nasdaq: Er ist sauber an den 25.000 Punkten abgeprallt. Das ist der große Klassiker, den wir beim Scalping lieben. Aber er steckt weiterhin im unteren Bereich seiner zweimonatigen Range fest.
- DAX 40: Auch er stößt auf einen monatlichen Widerstand und es fehlt ihm an Kaufschwung, um darüber zu steigen.
Gold und Bitcoin: Achtung vor dem "Niemandsland"
Bei den anderen Assets ist ebenfalls Vorsicht geboten:
- Gold: Wie ich befürchtet hatte, bewegt es sich in einer Range zwischen 4.750 und 5.100. Ehrlich gesagt ist dies nicht der Moment, um einzugreifen. Wenn ihr mitten in der Range tradet, seid ihr mitten in der Wüste, dort wo das Risiko maximal ist. Besser ist es, auf den Ausbruch zu warten.
- Bitcoin: Er versucht, sich bei 69.000 - 70.000 $ zu stabilisieren, aber das ist sehr fragil. Auf 15-Tage-Sicht bleibt der Trend bärisch. Der Bitcoin ist es nicht gewohnt, so lange in einer Range zu verharren, also Vorsicht vor heftigen Ausbrüchen. Das ist im Moment buchstäblich wie ein Münzwurf.
Fazit: Respektiert eure Müdigkeit
Um mit einer persönlicheren Note zu enden: Gestern habe ich nicht getradet. Ich war müde und habe es vorgezogen, meine Trading-Regeln und meine Disziplin zu respektieren. Heute fühle ich mich etwas fitter, um in den Kampf zurückzukehren.
Vergesst niemals: Wenn ihr nicht bei 100 % seid, bleibt Zuschauer. Auch das bedeutet es, an den Märkten zu überdauern. Passt auf euch auf und bis morgen!
Benoist Rousseau
Trader • CME Member • Economic History Specialist
Über den Autor
Benoist Rousseau ist Trader, Mitglied des Chicago Mercantile Exchange (CME) und des Chicago Board of Trade (CBOT), an der Sorbonne ausgebildeter Spezialist für Wirtschaftsgeschichte und Pädagoge.
In der Serie GOOD MORNING TRADING teilt er mit über 30 Jahren Markterfahrung jeden Morgen seine unabhängige Analyse der Finanzwelt.
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