Warum die Märkte die globale Krise ignorieren
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Warum die Märkte die globale Krise ignorieren
Die internationalen Spannungen eskalieren, aber die Finanzmärkte weigern sich, in Panik zu verfallen. Derzeit überschlagen sich die Nachrichten zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten. Dennoch zeigen die Charts eine ziemlich überraschende Ruhe. In diesem kurzen Update erkläre ich euch, warum die Panik ausbleibt und wie es um unsere wichtigsten Vermögenswerte steht, mit genauen Zahlen von heute Morgen.
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1. Öl unter Kontrolle
Ehrlich gesagt geraten die Märkte nicht in Panik. Warum? Die G7 organisieren sich virtuell. Sie planen sogar, ihre strategischen Reserven zu öffnen. Das sind die Sicherheitsbestände, die für den Fall einer großen Krise vorgesehen sind. Damit soll der Preis für ein Barrel gesenkt werden. Und das funktioniert sehr gut.
Übrigens hat sich der Preis bei etwa 83 Dollar stabilisiert. Das ist ein eher hoher Bereich, aber keineswegs übertrieben. Folglich machen sich die beruhigenden Reden von Donald Trump bemerkbar. Die Welt des Kunststoffs und des Transportwesens atmet vorerst auf.
2. Bitcoin im Stillstand
Gold bewegt sich ebenfalls kaum. Bitcoin hingegen bestätigt, dass er kein absoluter sicherer Hafen ist. Er hat in den letzten zwei Monaten bereits ziemlich stark nachgegeben.
Derzeit blockiert er bei 72.000 Dollar. Tatsächlich kehrt er immer wieder in seinen Bereich um 69.500 Dollar zurück. Klar gesagt: Er prallt ständig an diesem Boden ab, um dann wieder ein wenig zu steigen.
Sollten wir die 72.000 nach oben durchbrechen, wird ein wirklich starkes Signal bestätigt. Aber im Moment ist es ein 50-50 im Nirgendwo. Kurz gesagt, liebe Trader, lassen wir diese zu unsichere Situation erst einmal beiseite.
3. Europa und die USA treten auf der Stelle
Beim CAC 40 ist es super ruhig. Der Kurs verläuft horizontal knapp über 8.000 Punkten.
Beim deutschen DAX ist es ziemlich technisch. Er ist bei 24.000 Punkten blockiert. Der Kurs bildet eine sogenannte "Range". Im Grunde ist es wie eine Partie Tischtennis. Er springt zwischen einer Untergrenze und einer Decke hin und her, ohne sich wirklich für eine endgültige Richtung zu entscheiden.
In den USA wiederholt sich dieses Bild. Der Nasdaq stagniert bei etwa 25.000 Punkten. Und das trotz hervorragender Nachrichten gestern Nacht. Oracle hat seine finanziellen Erwartungen durch den Boom der Künstlichen Intelligenz übertroffen. Die Aktie ist sogar um 6 % gestiegen.
Die berühmte kleine Nuance
Aber Vorsicht, seid sehr wachsam. Die Börsen nutzen die guten Nachrichten lediglich, um sich auf hohem Niveau zu stabilisieren. Kommt eine schlechte Nachricht herein, könnte der Markt sehr schnell abrutschen, mitgerissen von seinem eigenen Gewicht.
Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Börse die aktuellen Nachrichten mit eiskalter Disziplin verdaut. Die Kurse schwimmen in ihren üblichen Grenzen ohne jegliche klare Richtung. Der Moment ist nicht ideal, um zu erraten, was als Nächstes passiert. Behaltet eure Schlüsselniveaus im Auge und bleibt vorsichtig. Kurzum, ich mache mich jetzt ohne Verzögerung auf den Weg zu meinen Schülern. Bis morgen!
Benoist Rousseau
Trader • CME Member • Economic History Specialist
Über den Autor
Benoist Rousseau ist Trader, Mitglied des Chicago Mercantile Exchange (CME) und des Chicago Board of Trade (CBOT), an der Sorbonne ausgebildeter Spezialist für Wirtschaftsgeschichte und Pädagoge.
In der Serie GOOD MORNING TRADING teilt er mit über 30 Jahren Markterfahrung jeden Morgen seine unabhängige Analyse der Finanzwelt.
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