Wie investiere ich an der Börse?

4 9 2017 - Kein kommentare
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Nachdem Sie an die 10 Bücher zum Thema Trading und alle möglichen Artikel in den zahlreichen Börsenforen (zum Beispiel andlil.com) gelesen und 6 Monate mit Demokonten getradet haben, sagen Sie sich, dass es Zeit ist, mit dem Trading zu beginnen. Dabei stellt sich eine wichtige Frage. Sie müssen nämlich wissen, wie Sie Ihre Kauf- und Verkaufsorders aufgeben können.

Für die Orderausführung gibt es Vermittler, an die Sie sich wenden müssen, die sog. Broker. Es gibt eine Vielzahl von Brokern, die mehr oder weniger auf bestimmte Finanzprodukte spezialisiert sind und bei denen man ein Konto eröffnen muss.

Die verschiedenen Arten von Brokern zur Eröffnung eines Börsenkontos

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Wie investiere ich an der Börse ?

Ihre Bank kann Ihnen zum Beispiel ein Konto zum Handeln von Finanzinstrumenten eröffnen. Heutzutage geschieht das alles per Internet - die Ordererteilung ist auf diesem Weg äußerst einfach. Ihre Bank kann daher als Ihr Broker dienen, aber wenn Sie ein aktiver Trader sind, ist das wahrscheinlich keine gute Lösung, da die Banken in der Regel die teuersten Broker sind. Die Bank berechnet nämlich viel höhere Verwaltungsgebühren als ein spezialisierter Broker.

Das Angebot spezialisierter Broker ist nach wie vor am zuverlässigsten, da das Wettbewerbsprinzip automatisch für niedrigere Preise sorgt. Die Gebühren von spezialisierten Brokern betragen zuweilen 3- bis 25-mal weniger als diejenigen von Banken. Konkret bedeutet das, dass Ihnen eine Bank für eine erteilte Order schon mal 250 Euro berechnen kann, während Ihnen ein spezialisierter Broker für die gleiche Transaktion nur 10 Euro in Rechnung stellt.

Neben hohen Transaktionskosten berechnen die Banken auch diverse vierteljährliche oder jährliche Depotgebühren; die meisten Broker verzichten auf diese Gebühren.

Für nahezu alle Finanzprodukte finden sich spezialisierte Broker. So gibt es unter anderem Broker, die auf CFDs spezialisiert  sind, wie IG oder Saxo Bank, oder auf binäre Optionen, den Forex, Futures usw. Bei binären Optionen und dem Forex ist Vorsicht geboten. Es sind nämlich viele unseriöse Broker auf dem Markt tätig: Vorsicht vor Betrug!

Die Wahl der Broker ist jedenfalls nicht einfach. Man muss sich nämlich im Klaren sein, dass der Broker für jede Order, die Sie erteilen, eine Provision einstreicht. In den meisten Fällen bietet man Ihnen für jede erteilte Order Festgebühren an. Je mehr Orders Sie während des Jahres erteilen, desto niedriger ist der Prozentsatz, da aber die Zahl der notwendigen Trades derart hoch ist, ist es besser, Festgebühren zu akzeptieren. Der Broker kann Ihnen manchmal ein Monatsabo vorschlagen, das sich nur dann lohnt, wenn man möglichst viel tradet.

Letzten Endes ist die Ordererteilung bei einem Broker immer günstiger als bei einer Bank.

Einrichtung eines Trader-Kontos

Nach der Wahl des Vermittlers gilt es jetzt, ein Konto zu eröffnen und herauszufinden, welche Art von Konto sich zur Ordererteilung am besten eignet.

Mit einem Wertpapierkonto genießen Sie große Freiheit an den Finanzmärkten. Sie können damit alle Arten von verfügbaren Aktiva, Aktien, Derivate oder Investmentfondsanteile kaufen. Der Nachteil des Wertpapierkontos ist der steuerliche Aspekt. Bei diesem Kontotyp werden nämlich die Gewinne und Dividenden zum Höchstsatz besteuert.

Wie erteilt man eine Order an der Börse?

Nach Analyse des Marktes geht es nun darum, die Order vorzubereiten. Wenn Sie sich mit der Website des Brokers verbinden, um eine Order zu erteilen, müssen Sie die Art der Order wählen. Daher müssen Sie lernen, wie man eine Notierung liest und, allgemeiner, wie ein Orderbuch aufgebaut ist.

Der Preis eines Vermögenswerts ergibt sich aus dem Angebot, das interessierte Käufer und Verkäufer zu einem bestimmten Zeitpunkt abgeben. Diese Preisspanne wird durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst, zum Beispiel eine aktuelle Wirtschaftsmeldung oder eine Veränderung der Zinssätze.

Dazu muss man sich die Orderbücher, die auf den Handelsplattformen der Broker verfügbar sind, genauer ansehen. Dort sind die zuletzt erfolgten Transaktionen aufgeführt. Man muss daher die für uns günstigste Order anbieten, dabei aber darauf achten, dass sie sich im Rahmen der Marktpreise bewegt. Der Broker gibt dann die Order für uns auf: Er sucht eine Gegenpartei, die mit unseren Preisvorstellungen einverstanden ist.

Außerdem muss man die Orderart wählen:

  • Order zum Marktpreis

Der Vorteil dieser Orderart ist, dass sie Vorrang vor allen anderen Orders hat. Sie dient dazu, sich schnell einen Vermögenswert zu beschaffen oder diesen wieder loszuwerden, wenn man einen unmittelbar bevorstehenden Preisrückgang erwartet. Dass diese Orderart die schnellste ist, liegt daran, dass die Transaktion zum momentanen Durchschnittspreis erfolgt. Bei einem Markt mit hoher Liquidität ist das kein Problem; dort gibt es nur selten Überraschungen. Bei einer niedrigen Marktliquidität sollte diese Orderart daher vermieden werden.

 

  • Limitorder

Mit einer Limitorder kann man eine akzeptable Grenze (Limit) festlegen, ab der man bereit ist, einen Vermögenswert zu kaufen oder zu verkaufen. Damit kann man sich gegen eine zu starke Volatilität der Kurse absichern. Die Order wird nicht ausgeführt, wenn der Kurs das festgelegte Limit überschritten hat. Je größer die Erwartungen sind, umso geringer wird die Wahrscheinlichkeit, dass die Order ausgeführt wird.

 

  • Stopp-Order

Mit dieser Order kann man ein bei einer möglichen Kursschwankung ein Kauf- oder Verkaufssignal durchgeben. Nehmen wir einmal an, wir besitzen Aktien und gehen bei dieser Aktie von einer wichtigen Schwelle bei 50 Euro aus. Wenn der Kurs dieser Aktie einmal auf 50 Euro zurückgeht, ist es daher besser, wenn man verkauft.

Wenn der Preis eines Vermögenswertes das von Ihnen festgelegte Stop-Level erreicht oder überschreitet, dann wird die Order zum Marktpreis ausgeführt. Zu diesem Zeitpunkt zeigt die Stop-Order die gleichen Risiken auf wie eine Market-Order (der Stop kann zu einem weniger günstigen Preis als den angegebenen Orderpreis ausgeführt werden, wenn  es zu einem Preis-Gap kommt oder wenig Liquidität im Markt vorhanden ist).

 

  • OCO (One cancels the other)

Damit können zwei Orders gleichzeitig aufgegeben werden. Sobald eine Order ausgeführt wird, wird die andere annulliert. Stellen wir uns einmal vor, dass wir kaufen möchten, wenn der Preis ein wichtiges Widerstandslevel erreicht (da wir denken, dass der Kurs nach dem Durchbrechen dieses Widerstandes weiter ansteigen wird) oder verkaufen möchten, wenn ein wichtiges Unterstützungslevel nach unten durchbrochen wird (da wir denken, dass der Preis danach weiterhin fallen wird). In diesem Fall könnten wir eine OCO-Order verwenden (es wird entweder nur die Kauf- oder die Verkaufsorder ausgeführt, da die jeweils andere annulliert wird).

  • Verknüpfte Orders

Mit verknüpften  Orders können unterschiedliche Orders miteinander verbunden werden. Ein einfaches Beispiel: Sie platzieren eine Limit-Order zum Kauf zu einem bestimmten Preis (z.B. 90 €). Einige Trading-Plattformen ermöglichen das Hinzufügen einer Target Limit Order zu einem anderen Preis (z.B. 100 €) und eine Stop-Order (z.B. 85 €) zur Einstiegsorder. Sobald die Position eröffnet wird, werden automatisch die verknüpften Target- und Stop-Orders platziert. Eröffnen Sie eine Position zum Preis von 90 € und sollte dann der Kurs auf 100 € steigen, dann wird die verknüpfte Target-Order ausgeführt, wodurch Sie die Position mit einem Gewinn schließen. Sollte der Kurs hingegen auf 85 € fallen, dann wird die Stop-Order ausgeführt und Sie schließen die Position mit einem Verlust.

Festlegen der Gültigkeit einer Order

Nach der Wahl der Orderart muss auch ihre Gültigkeitsdauer festgelegt werden. Dies entspricht dem Zeitraum, in welchem die Order ausführbar ist.

Zur Auswahl stehen „Tagesende“ (GFD - Good For Day), wenn die Order nur bis Börsenschluss ausführbar sein soll, und „Bis zu einem bestimmten Tag“ (GTD - Good till Date) oder aber „Kein Limit“ (GTC - Good till Cancelled). Die GTC-Order gilt daher für unbestimmte Dauer, sofern sie nicht annulliert wird.

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