Nasdaq bei 26.000 Punkten: Bullische Euphorie oder gläserne Decke?

27 1 2026 - Pas de Commentaire, soyez le premier
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Nasdaq bei 26.000 Punkten: Bullische Euphorie oder gläserne Decke?

Willkommen zum GoodMorning Trading. Mit über 30 Jahren Trading-Erfahrung, insbesondere als Mitglied der CME und des CBOT, muss ich gestehen, dass der Nasdaq zu 99 % mein bevorzugtes Spielfeld bleibt. Warum? Wegen seiner Volatilität, die echte Chancen bietet – im Gegensatz zur Trägheit der europäischen Indizes. Heute stehen wir vor einer faszinierenden technischen Konstellation: Der Nasdaq etabliert sich über der Marke von 26.000 Punkten. Das ist ein starkes Signal, doch die jüngste Geschichte mahnt uns zu Nuancierung und Vorsicht, bevor wir den Sieg ausrufen.

Nasdaq: Warum man einen steigenden Markt nicht shortet

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Analyse der Lage: Zwischen Stärke und Marktgedächtnis

Wir befinden uns in einer extrem bullischen Dynamik, das ist unbestreitbar. Um diesen Bereich jedoch erfolgreich zu navigieren, müssen wir unseren Ansatz in mehrere Schlüsselpunkte strukturieren:

  1. Die Resilienz der 26.000-Punkte-Marke: Nach dem Durchbrechen der 25.750 hat der Markt unermüdlich gedrückt, um sich über 26.000 zu etablieren. Wenn dieses Niveau zu einer soliden Unterstützung wird, kann der Anstieg weitergehen.
  2. Das Risiko eines „Déjà-vu“: Vorsicht ist jedoch geboten, wir befinden uns genau auf den Höchstständen von zwei Monaten. Die letzten beiden Male, als wir dieses Niveau berührten, korrigierte der Markt um 2.000 und dann um 900 Punkte. Es ist ein technischer Klassiker: Beim dritten Kontakt bricht es entweder durch oder prallt ab.
  3. Die Sinnlosigkeit impulsiver „Shorts“: In diesem Kontext grenzen Leerverkäufe (Shorten) an Leichtsinn. Angesichts der KI-Revolution und der aktuellen Begeisterung ist es ein Anfängerfehler, sich gegen den Strom zu stellen. An der Börse priorisiert man das Kapital vor dem Ego.

Der Spagat: USA vs. Europa

Es besteht eine eklatante Asymmetrie zwischen den beiden Kontinenten. Zur Veranschaulichung: Während der Nasdaq und der S&P 500 mit ihren Höchstständen flirten, hat der CAC 40 die Energie einer „albanischen Schnecke, die eine Autobahn überquert“.

In Paris passiert nichts. Der französische Index stagniert auf seinem monatlichen Pivot-Punkt, ohne finanziellen Zufluss. Die Gefahr? Wenn die USA niesen, riskiert Europa eine Lungenentzündung. Der deutsche DAX schlägt sich etwas besser, hinkt der US-Dynamik aber dennoch um 2 % hinterher. Kurz gesagt, wenn Sie Geld zu investieren haben, liegt der Fluss eindeutig jenseits des Atlantiks.

Fazit

Die Woche verspricht entscheidend zu werden mit den Unternehmensergebnissen, insbesondere Intel am Mittwochabend. Das könnte die Situation am Donnerstag auflösen. Mein ideales Szenario? Eine leichte Atempause Richtung 25.800, um wieder Halt zu finden, statt einer vertikalen geraden Linie. Bleiben Sie vorsichtig, folgen Sie dem Fluss und vor allem: Haben Sie Spaß beim Trading.

Benoist Rousseau
Trader • CME Member • Economic History Specialist

Über den Autor
Benoist Rousseau ist Trader, Mitglied des Chicago Mercantile Exchange (CME) und des Chicago Board of Trade (CBOT), an der Sorbonne ausgebildeter Spezialist für Wirtschaftsgeschichte und Pädagoge.
In der Serie GOOD MORNING TRADING teilt er mit über 30 Jahren Markterfahrung jeden Morgen seine unabhängige Analyse der Finanzwelt.

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