Nasdaq-Absturz, KI-Zweifel und Fed-Gerüchte: Meine Analyse der Lage
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Nasdaq-Absturz, KI-Zweifel und Fed-Gerüchte: Meine Analyse der Lage
Hallo zusammen! Ich bin ganz offen zu euch: Das ist heute Morgen mein sechster Anlauf wegen technischer Probleme, also kommen wir direkt zur Sache. Gestern hat der Markt bestätigt, was ich im Gefühl hatte: eine extrem heftige US-Eröffnung um 15:30 Uhr. Die Indizes sind abgestürzt, und wenn ihr meinen Ratschlägen gefolgt seid, konntet ihr diese gewaltige Klatsche vermeiden, um danach besser von den Erholungen zu profitieren. Aber warum eine solche Nervosität, wo doch alles ruhig schien?
Im Grunde stellen sich die Investoren ernsthafte Fragen zur Rentabilität der künstlichen Intelligenz, gepaart mit dem Warten auf den zukünftigen Chef der Federal Reserve. Das ist ein explosives Cocktail für die Volatilität. Ich erkläre euch das ganz einfach.
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1. KI: Das Ende der blinden Euphorie?
Was derzeit schwer auf dem US-Markt lastet, ist der Zweifel. Die Investoren fangen an, auf die KI-Rechnung zu schauen und fragen sich: Lohnt sich das wirklich?
Ein markanter Kontrast veranschaulicht diese Nervosität:
- Microsoft hat enttäuscht: Die Aktie ist um etwa -10 % gefallen. Das ist gewaltig für so einen Riesen. Die Befürchtung ist, dass die massiven Investitionen in KI ihre aktuellen Margen kannibalisieren.
- Meta (Facebook) beruhigt: Im Gegensatz dazu legen sie um etwa 10 % zu, weil KI ihre Werbeeinnahmen konkret angekurbelt hat.
Kurz gesagt, die Fondsmanager „reduzieren ihr Engagement“. Sie gehen auf Nummer sicher. Sie fliehen nicht komplett, aber sie steigen aus unsicheren Positionen aus, bis sie klarer sehen.
2. Fed: Trump und die Karte Kevin Warsh
Das andere große Thema ist die Politik. Donald Trump muss den Nachfolger des aktuellen Fed-Chefs benennen (dessen Mandat im Mai endet). Ein hartnäckiges Gerücht geht um: Er soll sich heimlich mit Kevin Warsh getroffen haben.
Warum ist das wichtig für euer Portfolio?
- Das Profil: Warsh ist ein Ehemaliger des Hauses, er beruhigt also die Wall Street. Er ist kein Extremist, der alles kaputt macht.
- Das Ziel: Er ist ein Befürworter von Zinssenkungen. Das ist genau das, was Trump will, um die Wirtschaft vor den Zwischenwahlen 2026 wieder anzukurbeln.
Wenn sich das bestätigt, könnte der Markt diesen Kompromiss schätzen: Wir senken die Zinsen für das Wachstum, auch wenn wir die Inflation erst später in den Griff bekommen (das wird schließlich das Problem des Nachfolgers sein).
3. Technische Analyse: Was die Charts sagen
Abgesehen von den Gerüchten muss man auf den Preis schauen. Hier ist, was ich auf den Bildschirmen sehe:
- Nasdaq: Er hat seine Klatsche bekommen. Er versucht, sich bei 25.750 zu stabilisieren, vorerst geschützt durch seinen monatlichen Pivot. Wenn er dieses Niveau bricht, Vorsicht vor Schäden.
- S&P 500: Schlechtes Zeichen, er hat es nicht geschafft, wieder über die 7.000 Punkte zu steigen. Das ist technisch bärisch.
- DAX (Deutschland): Das ist das Beunruhigendste in Europa. Er fällt seit 15 Tagen ununterbrochen. Wenn er nicht an seinem monatlichen Pivot abprallt, wird es sehr kompliziert.
Das Lehrbuchbeispiel Bitcoin
Ehrlich gesagt, für den Bitcoin braucht man keine schwammigen Theorien. Es ist im Moment von biblischer Einfachheit: Er bricht eine Unterstützung, er stürzt ab (er hat 3.000 Dollar nach dem Bruch der monatlichen Middle S1 verloren). Sobald er jedoch eine wichtige monatliche Unterstützung berührt, prallt er ab.
Das ist mechanisch. Wenn ihr beim Bitcoin nicht auf die monatlichen Niveaus achtet, ist das wie Fahren mit geschlossenen Augen. Er hat heute Nacht seine Zone berührt, er ist abgeprallt. Das ist alles.
Gold: Rückkehr zur Realität
Ich hatte euch gestern gewarnt: Der Goldanstieg war parabolisch, also übertrieben. Wenn es senkrecht nach oben geht, endet es immer mit einer heftigen Korrektur. Das ist passiert. Wir haben fast 9 % seit dem Höchststand verloren. Das ist eine gesunde und logische Gewinnmitnahme, zurück auf das Feld „Stabilisierung“.
Fazit
Seid vorsichtig, der Markt sucht seine Orientierung zwischen technologischen Zweifeln und politischem Warten. Ich lasse euch dieses Wochenende nicht allein, es wird etwas lockerere Videos geben (versprochen, ich lege das Jackett ab). Bis dahin, behaltet eure monatlichen Niveaus im Auge!
Benoist Rousseau
Trader • CME Member • Economic History Specialist
Über den Autor
Benoist Rousseau ist Trader, Mitglied des Chicago Mercantile Exchange (CME) und des Chicago Board of Trade (CBOT), an der Sorbonne ausgebildeter Spezialist für Wirtschaftsgeschichte und Pädagoge.
In der Serie GOOD MORNING TRADING teilt er mit über 30 Jahren Markterfahrung jeden Morgen seine unabhängige Analyse der Finanzwelt.
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