Meine Marktanalyse angesichts der Nahostkrise
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Meine Marktanalyse angesichts der Nahostkrise
Die Geopolitik hält Einzug an den Märkten, aber müssen wir uns wirklich Sorgen machen? Mitten im Konflikt zwischen dem Iran und Israel haben wir erlebt, wie der Gaspreis in drei Tagen um 200 % in die Höhe geschossen ist. Dennoch sieht die Börsenrealität ganz anders aus als die Panikmache im Fernsehen. Ich erkläre Ihnen, wie ich diese sehr nervöse Phase zwischen amerikanischer Widerstandsfähigkeit und europäischem Pessimismus entschlüssele.
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Der aktuelle energiepolitische Kontext 🛢️
Wir befinden uns unbestreitbar in einer Spannungszone. Die Weltmärkte haben reagiert. Katar hat seine Produktion vorsichtshalber ausgesetzt. Folglich sind die Gaspreise extrem stark angestiegen.
Hingegen bleibt Rohöl relativ ruhig bei rund 80 Dollar. Warum dieser Unterschied? Tatsächlich fließen nur 20 % des weltweiten Erdöls durch die Straße von Hormus. Zudem hat Saudi-Arabien Pipelines gebaut, um massiv in den Westen zu exportieren. Diese Infrastruktur verringert das globale Risiko erheblich.
Die Marktreaktion in 3 Punkten
So verarbeiten die Märkte die aktuelle Lage. Im Großen und Ganzen beobachten wir drei wesentliche Preisdynamiken.
- Europa sieht schwarz. Der CAC 40 und der DAX 40 flirten beinahe mit ihren Jahrestiefs. Europa leidet unter seiner enormen industriellen und energetischen Abhängigkeit.
- Amerika hält gut stand. Der Dow Jones behauptet stolz die Zone von 48.000 Punkten. Der Nasdaq ist übrigens perfekt an der Marke von 24.500 Punkten abgeprallt. Ehrlich gesagt, die wirtschaftlichen Spitzenreiter kommen in Krisenzeiten oft besser zurecht.
- Gold und Bitcoin stagnieren. Gold schoss als sicherer Hafen in die Höhe, bevor es auf seinen Bereich von 5.100 zurückfiel. Was Bitcoin betrifft, stagniert er schlichtweg zwischen 65.000 und 70.000 Dollar. Das Anlegerinteresse lässt derzeit etwas nach.
Die Psychologie des Investors 🧠
Auf meinen Bildschirmen beobachte ich in den letzten Tagen einen wirklich glasklaren Zyklus. Es ist das Aufeinanderprallen zweier Stimmungen. Am Morgen fällt Europa schwer unter der Last der Unsicherheit.
Danach fängt die amerikanische Markteröffnung den Rückgang ab und treibt die Kurse nach oben. Das ist die klassische Geschichte vom halb leeren gegen das halb volle Glas. Daher besteht meine bevorzugte Strategie darin, am europäischen Tiefpunkt einem kleinen morgendlichen Rebound nachzujagen. Man platziert eine kleine Position und kassiert die amerikanische Bewegung ein.
Die wahren Risiken, die es abzuwägen gilt
Natürlich verdient die Situation unsere volle Aufmerksamkeit. Gelänge es dem Iran, die Straße von Hormus dauerhaft zu blockieren, wäre das problematisch. Es ist in der Tat eine der letzten Karten dieses Regimes.
Auf rein militärischer Ebene scheinen die großen Angriffe jedoch unter Kontrolle zu sein. Sobald eine Rakete abhebt, wird sie sofort von Satelliten erfasst. Das Waffenarsenal büßt also rasend schnell an Wirksamkeit ein. Die Intensität des Konflikts verringert sich somit automatisch mit den Tagen.
Fazit
Um meine Gedanken zusammenzufassen: Die Finanzmärkte sind einfach ein bisschen nervös. Wir befinden uns absolut nicht in einem Szenario eines allgemeinen, großen Crashs.
„Alles in bester Ordnung“. Bewahren Sie einen kühlen Kopf, schützen Sie Ihr Kapital und schalten Sie die Dauer-Nachrichtensender ab. Wir sehen uns sehr bald wieder, um den weiteren Verlauf der Ereignisse zu beobachten.
Benoist Rousseau
Trader • CME Member • Economic History Specialist
Über den Autor
Benoist Rousseau ist Trader, Mitglied des Chicago Mercantile Exchange (CME) und des Chicago Board of Trade (CBOT), an der Sorbonne ausgebildeter Spezialist für Wirtschaftsgeschichte und Pädagoge.
In der Serie GOOD MORNING TRADING teilt er mit über 30 Jahren Markterfahrung jeden Morgen seine unabhängige Analyse der Finanzwelt.
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