Meine Freitagsstrategie: Nasdaq, Inflation und das eigene Kapital managen
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Der Freitag ist an der Börse oft der Tag aller Gefahren. Fondsmanager schließen ihre Positionen. Dadurch entstehen völlig unvorhersehbare Bewegungen. Im Grunde riskieren wir, aus den falschen Gründen durchgeschüttelt zu werden. Ich erkläre Ihnen meine Strategie, um dieses Wochenende zu überstehen. Wir werden eine Bestandsaufnahme zu Inflation, Öl und vor allem zu einem sehr unentschlossenen Nasdaq machen, der bei 24.500 Punkten feststeckt.
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Absolute Vorsicht und eine Lawine von Zahlen
Warum muss man heute sehr misstrauisch sein? Ehrlich gesagt, ist ein Freitag immer riskant. Während des Wochenendes kann alles passieren. Eine unerwartet schlechte Nachricht zum Beispiel, und am Montag geraten die Märkte beim Aufwachen in Panik.
Zudem werden um genau 13:30 Uhr drei wichtige Berichte in den USA veröffentlicht. Man wartet auf die Arbeitsmarktdaten und die Verbraucherstimmung. Aber vor allem behalten wir den PCE-Index im Auge. Dies ist das am meisten beachtete Maß für die Inflation. Tatsächlich zieht die Inflation derzeit die gesamte Aufmerksamkeit der Anleger auf sich.
Die US-Zentralbank, die berühmte Fed, wird diese Daten genau analysieren. Sie wird bald über die Zukunft der Zinssätze entscheiden. Meiner Meinung nach wird sie angesichts der aktuellen Spannungen extrem vorsichtig agieren. Kurz gesagt, man erwartet in nächster Zeit absolut keine großen Zinssenkungen.
Der Zustand der Märkte in drei Punkten
1. Öl ohne Panik
Haben Sie überall gelesen, dass das Barrel Öl die 100 Dollar überschritten hat? Eigentlich ist das übertrieben. Der wahre aktuelle Preis liegt bei etwa 95 Dollar. Einige Medien nutzen sehr weit in der Zukunft liegende Terminpreise, um für Aufsehen zu sorgen. Tappen Sie nicht in diese kleine Falle. Wir sind sehr weit von einer Katastrophe entfernt.
2. Bitcoin gönnt sich eine Pause
Unser Freund, der Bitcoin, spielt förmlich Pingpong. Er navigiert brav zwischen 69.000 und 72.000 Dollar. Er könnte technisch gesehen recht schnell in Richtung 73.000 Dollar klettern. Aber für den Moment bleibt er brav auf seine Komfortzone beschränkt.
3. Der große Rücksetzer des Nasdaq
Mein Lieblingsindex, der Nasdaq, hat seit seinen berühmten Höchstständen bei etwa 26.400 Punkten rund 6,3 % verloren. Früher nannte man das einfach ein gesundes Durchatmen des Marktes. Zurzeit stagniert er völlig im Nirgendwo, genau bei etwa 24.500 Punkten. Der Dow Jones leidet übrigens viel schneller unter dieser Konsolidierung.
Das ultimative Geheimnis? Bleiben Sie unsichtbar
An der Börse ist es ganz genau wie bei der Armee. Wenn nach einem Freiwilligen gefragt wird, um ein Minenfeld auszukundschaften, darf man auf gar keinen Fall hingehen! Man zieht sich sofort seinen Tarnumhang über. Das ist wirklich der Schlüssel, um langfristig zu bestehen. Man schützt sein Kapital weit vor seinem Ego.
Es gibt hier übrigens eine echte Feinheit zu verstehen. Wenn der Markt so stark zögert, prescht man nicht vor. Man lässt mutig die anderen alle Risiken eingehen. Wenn sich eine sehr klare Richtung abzeichnet, dann folgt man in aller Ruhe der Bewegung. Das ist feige, aber es funktioniert!
Fazit
Um all das zusammenzufassen: Dieser Freitag erfordert eine eiserne Disziplin. Vergessen Sie heldenhafte Wetten und lassen Sie die anderen sich die Flügel verbrennen. Ich für meinen Teil bin sehr leicht positioniert, und das ist sehr erholsam. Ehrlich gesagt, wenn Sie diese Woche bereits Ihre Gewinne gemacht haben, ruhen Sie sich aus und schalten Sie die Bildschirme ab!
Benoist Rousseau
Trader • CME Member • Economic History Specialist
Über den Autor
Benoist Rousseau ist Trader, Mitglied des Chicago Mercantile Exchange (CME) und des Chicago Board of Trade (CBOT), an der Sorbonne ausgebildeter Spezialist für Wirtschaftsgeschichte und Pädagoge.
In der Serie GOOD MORNING TRADING teilt er mit über 30 Jahren Markterfahrung jeden Morgen seine unabhängige Analyse der Finanzwelt.
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